Rettungsschwimmerkurs 2015

Auch in diesem Jahr bieten wir als Wasserwacht Lübeck wieder einen Rettungsschwimmerkurs an. Wenn du Spaß am Sport und Freude am Helfen hast, bist du bei uns richtig. Wir sind ein junges und motiviertes Team, das dir beim Erlangen des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens in Bronze, Silber oder Gold helfen möchte.
Mit dieser Qualifikation kannst du uns dann z.B. bei der Sicherung des Priwallstrandes helfen.

Wir freuen uns auf dich!
Deine Wasserwacht Lübeck

Wann: 05.11.2015 bis 21.01.2016 (Mit Pause über Weihnachten/Silvester)
Wo: Zentralbad Lübeck in der Schmiedestr.
Ablauf: Training einmal pro Woche von 19.00 – 21.00 Uhr.
Was braucht ihr: Gute Vorkenntnisse im Schwimmen und gute Laune.
Lehrgangsgebühren: Für DRK-Mitglieder ist die Teilnahme unentgeltlich. Für Externe wird ein Unkostenbeitrag von 35 € fällig.
Erste Hilfe: Solltet ihr noch keinen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben, gibt es die Möglichkeit diesen über uns zu absolvieren. Ein EH-Kurs ist bei den Abzeichen Silber und Gold Pflicht (jünger 2 Jahre).

Anmeldung leider nicht mehr möglich!

Anmeldung möglich bis 29. Oktober 2015

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Priwallsaison 2014

Endlich ist es vollbracht – die Türme sind beschriftet.

 

Vor der Saison wurde der Strandturm von der Kurverwaltung gestrichen. Somit konnten wir am 22.5. bei herrlichsten Sonnenschein und hohen Temperaturen den Strand- und Miniturm mit dem langersehnten Schriftzug der Wasserwacht von der Firma SignDesign Andreas Schäfer versehen lassen.

 

Die Priwallsaison begann für uns mit dem Wachaufbau am 31.Juni 2014. Ruck-Zuck hatten wir in Kücknitz das ganze Sammelsurium für die Strandwache aufgeladen und los ging es zum Priwall. Dort wurden wir mit starkem Verwesungsgeruch begrüßt. Der Sturm der voran gegangenen Woche hatte Massen von Seegras, Muscheln und Algen angespült. Laut Aussage der Kurbetriebe Travemünde waren es 4000 Tonnen, also etwa 350 LKW-Ladungen, die abgefahren werden mussten. Der schreckliche Geruch zog natürlich jede Menge Fliegen an. Es musste strengstens darauf geachtet werden, dass keine Lebensmittel offen stehen gelassen wurden.

Bereits am 31.Juni reiste die erste Wachgängerin aus Bonn an. Wie jedes Jahr gab es natürlich in der ersten Woche noch viel zu tun, um die Wache so herzurichten, dass der Wachbetrieb uneingeschränkt laufen konnte.

 

Am 6.6.2014 fand die jährliche Strandbegehung mit dem Kurbetrieb Travemünde, der Wasserwacht, Wasserschutzpolizei, Lübeck-Port-Authority (LPA), Umwelt- und Naturschutzbehörde, Unfallkasse Nord und der DLRG statt. Daraus ergab sich unter anderem, dass wir endlich einen sicheren Niedergang zu unserem Bootssteg im Passathafen bekommen haben.

 

Am 7.6.2014 war dann auch schon unser 3. Grillfest. Es war wieder ein gelungener Saisonauftakt. Vielen lieben Dank an Kerstin Sell und Cindy Schmitz für die Organisation.

 

Den ganzen Sommer über hatte ich tolle Unterstützung von Willi Schulz, der mich mit Rat und Tat an der Wache unterstützte. Zusätzlich zu vielen anderen Dingen sorgte er mit dem Einbau von festen Funkgeräten auf den Türmen für eine bessere Verständigung zwischen der Wachleitung und der Wachturmbesatzung, verpasste den Bänken einen neuen Anstrich, verlegte Kabel und bereitete den Anschluss von Steckdosen vor, kümmerte sich um die Einsatzbereitschaft vom Quad und den Booten, buddelte den Boden auf, als es zu Überschwemmungsproblemen nach heftigen Regengüssen kam, ging dem Dachdecker zur Hand, machte sämtliche Baumärkte unsicher, stürzte sich in die Fluten für die Sicherheit der Badegäste, kochte wunderbare scharfe Sachen für die Mannschaft, sang lustige Lieder,
….. Ganz großes Dankeschön an dich WILLI – du bist ein feiner Kerl J

 

In diesem Jahr hatten wir wieder öfters Besuch von Kindergärten. Traditionell versorgten wir die Kids natürlich wieder mit Nudeln und Tomatensoße. Auch verbrachte der Sportverein Dassow einen Nachmittag bei uns am Turm und lud uns zum Grillen ein. Am 13.6. führten die Schüler der Stockelsdorfer Schule von Ben Loyall ihren Projekttag bei uns durch.

 

Mit einer Übung der Rettungsdienstpraktikanten aus der Lübecker Sanitätsschule des DRK wurden nicht nur Passanten, sondern auch ein Redakteur der Zeitschrift „Travemünde Aktuell“ angelockt.

Und nicht nur die Rettungsdienstler übten, nein, auch die Wachgänger wollten es wissen …

Mit Shorty bzw. Neo´s ging es fast jeden Abend nach vorheriger Aufwärmung ins Wasser zum trainieren. Unter anderem wurden dabei Erkenntnisse über die Handhabung der Schleifkorbtrage in Verbindung mit dem Rettungsbrett erlangt.

 

Um mit unseren Kollegen von Schwarzenbek näher zusammen zu rücken und sich näher kennenzulernen, fand am 7.7. an der Wache ein Grillabend statt. Die Kameraden ließen sich staunend unsere Wache zeigen und ich hoffe, wir konnten den einen oder anderen begeistern, uns in der kommenden Saison zu unterstützen.

 

In der Zeit vom 9.7. bis 12.7. wurden unsere Retter auf eine harte Probe gestellt. Sehr starker auflandiger Wind machte das Schwimmen in der Ostsee teilweise sehr gefährlich. Immer wieder wurde über die Medien berichtet, dass es entlang der Ostseeküste zu mehreren tödlichen Badeunfällen kam. Durch die hohen Wellen entstanden gefährliche Unterströmungen, so dass das Schwimmen zur gefährlichen Falle wurde.

Auch am Priwall wurde die Situation sehr brenzlich. Am Abend des 9.2. waren die Wellen schon ganz schön kräftig und das Wasser nur noch 2 Meter vom Miniturm-Container entfernt, so dass noch am selben Abend die rote Flagge gezogen und Badeverbot ausgesprochen werden musste. Energisch und konsequent, aber freundlich wurden die Badegäste aus dem Wasser geholt und über die Situation aufgeklärt, worüber die meisten Gäste auch sehr dankbar waren. Am 10.7. ab ca. 15 Uhr konnte der Badebereich vor dem Strandkorbvermieter eingegrenzt und freigegeben werden, weil sich dort eine Sandbank gebildet hatte und dort das Baden wenig gefährlich war. Bevor die täglichen morgendlichen Strömungsmessungen nicht abgeschlossen waren, wurde der Strand durch Kennzeichnung der roten Flagge nicht frei gegeben. Die Badezone wurde auf einen kleinen Bereich begrenzt und Badegäste die außerhalb des Badebereiches baden gingen konsequent aus dem Wasser geholt und in den dafür abgesteckten Bereich verwiesen. In dieser Zeit war das Quad im Hocheinsatz.
Der Einsatz der Mannschaft hat sich gelohnt – keine besonderen Vorkommnisse. Danke für euren unermüdlichen Einsatz J

 

Nach dem Sturm war die Badezonenbegrenzung ein einziges Durcheinander. Für uns hieß das noch einmal besonders hohe Aufmerksamkeit, da LPA die komplette Begrenzung aufnehmen und neu setzen musste.

 

Unabhängig davon gingen auch die Arbeiten am Turm weiter. Der Anbau am Turm bekam endlich eine Dachrinne und das Dach wurde im gleichen Zuge repariert. Der Dank geht an dieser Stelle an Kevin Küchler und seinen Handlanger Willi Schulz.

Am 13.7. bekamen wir über den 4m-Funk mit, dass ein Auto an der Slipstelle im Passathafen ins Wasser gerollt ist. Wir machten unser Boot klar und boten unsere Hilfe an, die dann jedoch nicht benötigt wurde.

 

Die Travemünder Woche begann am 18.7. und wurde überschattet von heftigem Wind und hohen Wellen. Unser Boot „Henry Dunant“ fand sich mit einem Motorschaden am 20.7. bei hohem Wellengang vor dem Strand in der Badezone am Priwall wieder. Am 23.7. lief das Motorrettungsboot „Hessen 1“ auf Grund. Am 2.8. sprang ein junger Mann auf Travemünder Seite von der Seebrücke und tauchte nicht wieder auf. Ein Großeinsatz wurde ausgelöst, wobei auch Kameraden von der Strandwache unterstützten.

 

Das Freiwassertraining fand in diesem Jahr wie gewohnt in den Monaten Juli und August statt, jedoch nicht am Donnerstag, sondern immer am Dienstag und nicht jedes Mal am Priwall.

 

Was ich immer mal loswerden wollte:

Ich finde es richtig super, dass die Planung mit den Trainern so gut läuft. Das Training wird abwechslungsreich gestaltet und die Trainer können sich gut auf das bevorstehende Training vorbereiten ……. ES SEI DENN, die Teilnehmer sagen offiziell das Training bei Kerstin ab und organisieren mal ganz spontan für sie eine Überraschungs-Abschiedsparty, weil die Kerstin für ein halbes Jahr nach Frankreich (Bordaux) auswanderte.

Kerstin war schon ein wenig enttäuscht, gerade weil sie für den 12.8. so tolle Ideen für das Training hatte. Allerdings hielt die Entäuschung nicht lange an, als dann doch alle da waren und „ÜBERRASCHUNG“ riefen.

Der Grill wurde angeheizt und es fand sogar eine Zaubershow statt. Leider wurde der Zauberkünstler von einem potenziellen 5-jährigem Wasserwachtmitglied des Betruges bezichtigt. Aber im Laufe der Show ließ sich der Kleine dann doch vom Gegenteil überzeugen und wurde selbst zum Zauberer.

Und damit die Kerstin ihren Plan für das Training nicht ganz umsonst gemacht hatte, musste am darauffolgenden Tag die nichteingeweihte Wachmannschaft daran glauben und während des laufenden Wachbetriebes eine Einsatzübung „Rettung eines Ertrinkenden“ durchführen.

 

Anlässlich des Shanty-Festivals stellten wir am 28.6. Wachgänger und Boote zur technischen Hilfeleistung für das Feuerwerk vor der Passat zur Verfügung. Mehr dazu erfährst du in dem Artikel „Lisa leuchtet – Onkel Dicker auch“. Ein interessanter Dienst …

 

Auf Grund von Personalmangel im Lübecker Krähenbad wurden wir gefragt, ob wir am 15.8. die Absicherung einer Kindergruppe mit zwei Rettungsschwimmern übernehmen könnten, was wir selbstverständlich sehr gern getan haben.

 

Mitte September findet in Lübeck immer die Regatta „Rudern gegen Krebs“ statt. Dazu meldeten sich auch wieder zwei Wachgänger vom Turm, um bei der Absicherung zu unterstützen.

 

Wir hatten in diesem Jahr wieder viele neue Wachgänger, die natürlich auch getauft werden mussten. Freundlicher Weise wurden wir dabei auch von der DLRG unterstützt. Zum Dank luden wir sie zum gemütlichen Beisammensein am Abend ein. Als Gastgeschenk brachten sie einen Kasten Quallenextinktion für den sofortigen Verzehr mit.

Am 13.9. zog die Wasserwachtjugend in den Turm ein, um ihr Wachpraktikum zu absolvieren. Am darauffolgenden Tag unterstützten sie tatkräftig bei den Vorbereitungen zum Wachabbau, der auf Grund des Wasserretterlehrganges erst am 4. und 5.10. stattfand.

 

Ines Türke

01.07.-02.09.2014 Priwalltraining

Dass ein Rettungsschwimmer sich nicht nur in der Halle, sondern auch in unserem Wachgebiet an der Ostsee wohlfühlen und quälen muss, ist ja nichts Neues. Neu am Priwalltraining war dieses Jahr der Wochentag. Die Ausbilder in der Wasserwacht hatten sich darauf geeinigt, das Hallentraining donnerstags weiter anzubieten und das Freiwassertraining jeden Dienstag stattfinden zu lassen. Durch dieses Konzept blieben die bezahlten Bahnen am Donnerstag nicht ungenutzt, besonders Engagierte konnten so zweimal pro Woche trainieren und manch einem passte ja auch nur einer der beiden Tage.

 

Auch beibehalten wurde die Rotation der zuständigen Ausbilder für das Dienstagstraining, was zu sehr abwechslungsreichen und lehrreichen Momenten führte. Ob die kleine Seilkunde für Fließwasserrettung an der Falkenwiese, der Umgang mit den Rettungsbrettern oder das Retten mit dem Schleifkorb aus der Ostsee, es war für jeden was dabei!

 

Ebenso konnten wir uns über viele neue Gesichter beim Training im Sommer freuen, da sich viele der Wachgänger unserem Training anschlossen und sich so auch eine tolle Austauschmöglichkeit bot.

 

Nach Abschluss der Saison konnten wir diesem neuen Konzept nur den vollen Erfolg attestieren und werden das wohl auch in Zukunft so beibehalten.

 

Henning Baars

Großeinsatz am Travemünder Strand

Die Weltmeisterschaft der 420er-Segler in Lübeck-Travemünde neigte sich bereits dem Ende zu, als am Samstag, 02.08.2014 die Gemeinschaft der Sicherungsboote zu einem ganz anderen Einsatz gerufen wurde: An dem von der DLRG bewachten Strandbereich hatten Rettungsschwimmer und Badegäste gegen Mittag einen jungen Mann kopfüber von der Seebrücke springen, jedoch nicht wieder auftauchen sehen.

Seit 19 Jahren sichern Wasserwacht und THW gemeinsam die Segelregatten der Travemünder Woche ab, 2014 mit über 30 Booten und ca. 100 Einsatzkräften aus ganz Deutschland. Zum diesjährigen 125. Jubiläum der zweitgrößten Segelveranstaltung der Welt sind die Sicherungsboote darüber hinaus noch bis Sonntag auch bei der 420er-WM im Einsatz und boten der DLRG sofort ihre Hilfe an. In Absprache mit den Wettfahrtleitern der Segler zog die Einsatzleitung Kräfte von den Regattabahnen zusammen und schickte sie zur Unterstützung vor den Travemünder Grünstrand, um sich dort an der Suche nach dem Vermissten zu beteiligen.

Der Priwallstrand in Travemünde wird von der Lübecker Wasserwacht bewacht, die jedes Jahr von Rettungsschwimmern aus ganz Deutschland unterstützt werden. Zurzeit befindet sich auch ein Tauchtrupp der Wasserwacht Mering an der Strandwache, der von THW-Kollegen auf die andere Trave-Seite gebracht wurde und sofort mit der Erkundung des Gewässers und der Suche unterhalb der Brücke begann. Nach der Evakuierung der Badezone führten die drei Wasserwacht-Boote und ein THW-Boot  gemeinsam mit dem DLRG-Boot mehrere Suchfahrten durch, die jedoch ebenso wie die Suchgänge der Schwimmer, Taucher und sogar des Rettungshubschraubers Christoph 12 leider erfolglos blieben.

Trotz der guten Zusammenarbeit von Wasserwacht, THW, DLRG, Wasserschutzpolizei, DGzRS und der Feuerwehr musste daher die Suche nach mehreren Stunden eingestellt werden. Es bleibt zu hoffen, dass der junge Mann das Wasser unbemerkt von den Rettern, aber gesund verlassen hat. Seit Jahren warnen die Rettungsschwimmer der Wasserwacht und der DLRG dringend davor, von den Stegen und Seebrücken in Travemünde ins Wasser zu springen, da das flache Wasser eine große Verletzungsgefahr darstellt. Erst im letzten Jahr verletzte sich ein Badegast bei einem Sprung so stark, dass er eine dauerhafte Querschnittlähmung davon trug.

http://www.travemuende-aktuell.de/aktuell/nachrichten_19282-Brueckenspringer_verunglueckt.htm#

http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Junger-Mann-bei-Sprung-von-der-Seebruecke-verunglueckt

http://ov-luebeck.ov-cms.thw.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/thw-unterstuetzt-suchaktion-am-strand-vor-travemuende/

http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=93021

Asyl für Hamburger Pfadfinder – 02.08.2014

So war das nicht geplant: Eigentlich wollten die Hamburger Pfadfinder vom Stamm Mutter Theresa zu ihrer Sommer-Freizeit in Schweden, als sie am Samstag am Lübecker Hauptbahnhof strandeten. Wegen Überfüllung durften sie nicht wie geplant mit dem Zug Richtung Kopenhagen weiterfahren und saßen in der Hansestadt fest. Was nun?

Pfadfinder wissen sich schließlich zu helfen und Betreuer Stefan Grundmann bat bei der befreundeten Lübecker Wasserwacht um Hilfe. Jegliche Anstrengungen, alternative Transportmöglichkeiten zu beschaffen, scheiterten, sodass Hannes Freibrodt – derzeit eigentlich in der Einsatzleitung der Sicherungsboote für die WM der 420er-Segler im Einsatz – spontan Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung für die 25 Kinder und ihre Betreuer organisierte. Innerhalb von ein paar Stunden lieferte der Betreuungsdienst des DRK Lübeck genügend Feldbetten in die Unterkunft der Wasserwacht und kochte ein warmes Abendessen für die Pfadfinder, die ihr ungeplantes Nachtlager bezogen.

http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Pfadfinder-am-Hauptbahnhof-gestrandet

http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Happy-End-fuer-gestrandete-Pfadfinder

LNONLINE

02.08.2014 21:10 Uhr

Lokales > Lübeck

Lübeck

Pfadfinder am Hauptbahnhof gestrandet

Endstation Lübeck: Rund 40 Kindern und Jugendlichen wurde die Weiterreise nach Fehmarn untersagt, weil der Zug zu voll war. Die Pfadfinder müssen nun in einer Halle in Kücknitz übernachten. Der Gruppenleiter hat Zusatzkosten von bis zu 2000 Euro.

Eine Gruppe Hamburger Pfadfinder ist auf dem Weg nach Schweden in Lübeck gestrandet: Ihr Zug war überfüllt, die jungen Leute durften nicht weiterfahren. © Heiko Pump

Innenstadt. Da halfen auch die Überlebenskünste der Pfadfinder nichts. Eine gut 40-köpfige Gruppe vom Stamm Mutter Theresa aus Hamburg ist gestern Vormittag unfreiwillig in Lübeck gestrandet. Die Pfadfinder waren mit dem Regionalzug gekommen und wollten im Lübecker Hauptbahnhof in den Zug nach Fehmarn umsteigen und über Kopenhagen weiter nach Schweden reisen.

Ihr Ziel war Blidingsholm, wo sie ihre lange geplante 14-tägige Freizeit verbringen wollten. Doch daraus wurde zunächst nichts. In Lübeck wurde ihnen die Weiterfahrt mit dem Regionalzug nach Puttgarden verweigert. Der Zug sei zu voll. Man könne sie aus Sicherheitsgründen nicht mitnehmen, hieß es von Seiten des Zugpersonals.

Da standen sie also neben dem Gleis sieben. „Unsere Gespräche mit dem Bahnhofspersonal blieben erfolglos“, schildert Gruppenleiter Valerian Laudin die Situation. Die normalerweise übliche Unterbringung in Hotels war von Seiten der Bahn aus auch nicht möglich, da in und um Lübeck alles ausgebucht ist. Sich aufteilen und mit den nächsten Zügen fahren wollte man auch nicht, da sich die Anschlussverbindungen ohnehin erledigt hatten.

Doch Pfadfinder wissen sich ja selbst zu helfen. Über einen privaten Kontakt landete man schließlich bei der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Kücknitz. Dort stellte man den Gestrandeten eine Halle zum Übernachten zur Verfügung, versorgte die Kinder und Jugendlichen mit Essen. Nach Kücknitz fuhr die Gruppe problemlos mit der Regionalbahn.

Heute früh um sieben Uhr wollten die Pfadfinder noch einmal ihr Glück versuchen und von Lübeck aus mit dem Zug nach Puttgarden reisen. „Wir hoffen, dass wir so früh alle mitkommen“, sagte Valerian Laudin gestern Abend gegenüber den LN. Er habe nicht gewusst, dass seine Gruppe für den Regionalzug keine Platzreservierung hatte. Allerdings habe ihm ein Bahnmitarbeiter bestätigt, dass die Bahn seit Jahren mit diesem Problem auf der Strecke zu kämpfen habe, sich aber weigere, weitere Züge oder Waggons einzusetzen.

Der Gruppenleiter muss Tickets und einen Bus noch einmal buchen. Er rechne mit Kosten von bis zu 2000 Euro, die er zunächst von seinem Privatkonto vorstrecken müsse. Er gehe aber davon aus, dass er seine Mehrkosten von der Bahn erstattet bekommt.
Das Signal kam auf Rückfrage auch von einer Bahn-Sprecherin. Eigentlich sei bekannt, dass es für diese Verbindung keine Platzreservierungen gebe, hieß es aus Berlin. Dass alle Hotels ausgebucht waren, sei unglücklich gewesen. Die Gruppe sei zwar gebucht gewesen, das bedeute aber keine Mitfahrgarantie. Auf dieser beliebten Strecke müsse man mit ausgelasteten Zügen rechnen.

Hp

LNONLINE

04.08.2014 20:10 Uhr

Lokales > Lübeck

Kücknitz

Happy End für gestrandete Pfadfinder

Rund 40 Kindern und Betreuern war am Sonnabendvormittag die Fahrt mit einem Regionalzug nach Puttgarden verweigert worden. Begründung des Zugpersonals: Die Waggons seien bereits komplett ausgelastet (die LN berichteten). Erst am Montag konnte die Jugendgruppe aus Hamburg ihre Reise fortsetzen.

Die Pfadfinder wurden von den Mitgliedern der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in

Kücknitz aufgenommen. © Hannes Freibrodt

Kücknitz. Bei der Bahn konnte man der Gruppe nicht helfen. Reisebusse waren nicht verfügbar und die normalerweise in solchen Fällen angebotene Unterbringung in Hotels klappte auch nicht, da in der Hansestadt alle Unterkünfte ausgebucht waren. Zwei Stunden verbrachten die Kinder und Jugendlichen wartend auf dem Bahnsteig, sahen ihre geplante Freizeit schon flöten gehen. Doch die jungen Leute wären keine Pfadfinder, wenn sie sich nicht selbst zu helfen gewusst hätten.

Über einen Rot-Kreuz-Helfer aus Hamburg wurde der Kontakt zur den Kollegen in Kücknitz hergestellt. Der dortige Ausbilder, Hannes Freibrodt, überlegte nicht lange, stimmte sich mit seiner Bereitschaft ab und lud die Pfadfinder nach Kücknitz ein. „Für uns war sofort klar, dass wir helfen müssen“, so Freibrodt. Mit einem Transporter wurden Feldbetten und Iso-Matten herangefahren und in der Bootshalle aufgestellt.

Der ohnehin geplante Einkauf für das Abendbrot des Wachteams fiel entsprechend üppiger aus. Am Abend saßen Rotkreuzler und Pfadfinder gemütlich bei Chilli con Carne zusammen und am Sonntagmorgen machte sich die Reisegruppe nach einem Frühstück früh um sechs Uhr auf den Weg zum Lübecker Hauptbahnhof.

Dort konnten sie den Zug um sieben Uhr nach Puttgarden nehmen, der zu so früher Stunde noch ausreichend Plätze frei hatte. Inzwischen sind die Pfadfinder gut an ihrem geplanten Zielort im schwedischen Blidingsholm angekommen, etwas müde und mit einem Tag Verspätung, aber glücklich, nun doch noch die 14-tägige Freizeit genießen zu können, so Gruppenleiter Valerian Laudi.

LN

Mein erster „Einsatz“ bei der Wasserwacht

Am 3.5.2014 waren ein Teil unserer Jugendgruppe der Wasserwacht, und ich natürlich, bei einem „Einsatz“ an der Wakenitz bei einer Ruderregatta. Als alle da waren haben wir ein Spiel gespielt. Dann wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat einen Fotoapparat bekommen und wurde losgeschickt, um Fotos von Gefahrendingen, Rettungsmitteln und unbestimmten Rettungsmitteln zu machen. Als erstes an Land, dann zu Wasser. Am Schluss haben alle gegrillt und bei einer Übung auf dem Wasser zugeschaut.

 

Bjarne Erdmann

Jugendgruppe

Wakenitz Regatta 2014

Am 3. Und 4. Mai fand die 86. Lübecker Wakenitz Regatta statt. Bei kaltem, windigen Wetter schafften wir es, am Freitag die Zelte aufzubauen, Verpflegung für die Helfer aus einzukaufen und alles für die Regatta vorzubereiten. Samstagmorgen musste dann sehr früh aufgestanden werden, um pünktlich um 8 bereit für den Regattabeginn zu sein. Gemeinsames Frühstück und motivierende Ansprachen von Einsatzleiter Hannes. Ruderer und Ruderboote wurden gekonnt aus dem Wasser gezogen und an Land gebracht und Hundebisse wurden verarztet. Sonntag ging das Ganze wieder mit Frühstück los. Die Helferzahl ist ein wenig geschrumpft, die Wetterqualität ebenfalls. Auf den Booten wurde es immer kälter. Doch irgendwann bekamen auch wir Rettungsschwimmer Hilfe: Obwohl nur nach Ölzeug gefragt wurde, fuhr Phillipp von Rettungsboot zu Rettungsboot und belieferte sie zusätzlich mit heißem Krümeltee und Schokoküssen. So ließen sich dann auch noch die restlichen Stunden sehr gut überstehen, bevor es dann schon wieder ans Abbauen ging.

 

Wiebke Gallus

04. August – Anne und Michas Polterabend

Seit Dezember 2013 war es euch allen bekannt, Anne und Michael werden heiraten. Nun war es bald soweit und wir luden zum Polterabend ein. Bei HotDogs und Suppe wurde in unserem Garten gefeiert. Viele Kollegen und Freunde waren gekommen. Das THW fuhr mit ihrem riesigen Radlader vor. Mitten in der Nacht um 24 Uhr begannen dann die Fegearbeiten, denen Mutti Ines und Mama Gisa mit einigen Schikanen versuchten entgegenzuwirken. Doch am Ende haben wir es doch gemeinsam geschafft, alle Porzellanscherben aufzufegen und damit unsere Mülltonne zu füllen und gegen jegliche Angriffe zu verteidigen.

Also konnte die Hochzeit am 7.8.2014 wie geplant losgehen. ;o)

Anne und Michael SchmundtSeit Dezember 2013 war es euch allen bekannt, Anne und Michael werden heiraten. Nun war es bald soweit und wir luden zum Polterabend ein. Bei HotDogs und Suppe wurde in unserem Garten gefeiert. Viele Kollegen und Freunde waren gekommen. Das THW fuhr mit ihrem riesigen Radlader vor. Mitten in der Nacht um 24 Uhr begannen dann die Fegearbeiten, denen Mutti Ines und Mama Gisa mit einigen Schikanen versuchten entgegenzuwirken. Doch am Ende haben wir es doch gemeinsam geschafft, alle Porzellanscherben aufzufegen und damit unsere Mülltonne zu füllen und gegen jegliche Angriffe zu verteidigen.
Also konnte die Hochzeit am 7.8.2014 wie geplant losgehen. ;o)
Anne und Michael Schmundt

Kita-Schwimmen 2014

Endlich war es wieder so weit: Die Saison startete für eine gar nicht so kleine Gruppe von uns damit, acht süße, aufgeregte Kinder aus der Kita des DRK ans Wasser und an das richtige Schwimmen heranzuführen. Wir trafen uns von Januar bis Anfang April wieder einmal die Woche im Therapiebad des DRK Krankenhauses und am Ende drei Mal in der Schwimmhalle Schmiedestraße.

Die Kids haben sich alle sehr aufs Wasser gefreut und von Anfang an alle Übungen gut mitgemacht. Es war wieder eine bunt gemischt Gruppe, in der einige schon öfter mit großen Geschwistern im Wasser waren und wie selbstverständlich hineinsprangen und andere noch ganz vorsichtig guckten, sich aber schnell begeistern ließen.

Ines G. kam dieses Jahr zu Kerstins Unterstützung zur Planungsgruppe dazu und hat hier nochmal viele tolle Ideen mit eingebracht. Wir ließen die Kinder am Beckenrand hangeln, springen, „Eisenbahn“ und „Rakete“ spielen, tauchen und natürlich nach und nach ganz viel schwimmen.

Am Ende haben sich alle Kinder in das große Becken getraut und drei von ihnen hätten auch fast das Seepferdchen gemacht, was uns besonders gefreut hat.

Es war toll zu sehen, wie die Kinder jede Woche Fortschritte gemacht haben und sich so auf das Schwimmen gefreut haben.

Ich freue mich schon sehr auf das nächste Jahr mit neuen Gesichtern und neuen Geschichten!

Eva Ibing

Atemlos durch die Nacht beim Grillfest

Am 7. Juni hatten Cindy und ich die Ehre, ein weiteres Mal das Grillfest der WW Lübeck an DER Partylocation – unserem Priwallstrand – zu organisieren. Bei herrlichem Wetter begonnen wir am Morgen mit dem Einkaufen, Vorbereiten und Organisieren am Turm, dem Transport und dem Aufbau der Tische und Bänke und natürlich der Installation des Audiosystems. Dann wollten 50 kg Fleisch (mindestens!) pünktlich bei Fleischer Lohff abgeholt werden, bevor wir die ersten Gäste begrüßen konnten. Neben der Turmmannschaft und der Lübecker Crew freuten wir uns, auch Herrn und Frau Grube, sowie Tobias Plitt und Olaf Schmidt von der Bereitschaft auf dem Priwall begrüßen zu dürfen. Viele Gäste brachten Salate, Brot, Saucen und Nachspeisen für ein reichhaltiges Büffet mit, sodass alle eine gute Grundlage für das ein oder andere Einbecker und den Holundersekt legen konnten. Dermaßen gestärkt wurde bei Einbruch der Dämmerung das Tanzbein geschwungen und bis tief in die Nacht gemütlich erzählt. Um Mitternacht haben wir dann zusammen auf Kevin Küchlers Geburtstag angestoßen. Ein runder Abend, den wir hoffentlich nächstes Jahr wiederholen können!

 

Kerstin Sell