Ausbildung

Die Helfer der Wasserwacht sind ehrenamtlich tätig. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit bei Einsatzdiensten, bei der Instandhaltung des Materials und bei ihrer Aus- und Weiterbildung.
Ein Mitglied der Wasserwacht muss über viele Kenntnisse verfügen. So zum Beispiel im Bereich der Seemannschaft, des Sanitätsdienstes, des BOS-Funks und im Umgang mit Wasserrettungsmitteln. Nicht zuletzt gehört auch eine entsprechende sportliche Leistungsfähigkeit dazu.Unsere Helfer werden bei uns ausgebildet in:

Da wir eng mit der Sanitäts- und Betreuungsbereitschaft des DRK Lübeck zusammenarbeiten, haben unsere Helfer auch die Möglichkeit, an Aus- und Fortbildungen aus diesen Bereichen teilzunehmen. (Rettungssanitäter, Koch, usw.)

Frühschwimmer (Seepferdchen)

zu erbringende Leistungen:

  1. Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser
  2. Sprung vom Beckenrand
  3. 25 m Schwimmen

Ausführungsbestimmungen:

  • Schwimmprüfungen dürfen nur dort abgenommen werden, wo die Wassertiefe die Körpergröße des Prüflings überschreitet.
  • Der Sprung vom Beckenrand muss ins tiefe Wasser erfolgen. Deutliches Abspringen und vollständiges Eintauchen ist notwendig.
  • Prüfleistungen, für die keine bestimmte Zeit vorgesehen ist müssen ohne Unterbrechung zügig erfüllt werden.
  • Die Leistung ist dann erfüllt, wenn der Prüfling ohne fremde Hilfe das Wasser verlassen hat.

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Deutsches Jugendschwimmabzeichen

zu erbringende Leistungen:

Bronze
Silber
Gold
  1. Sprung vom Beckenrand und mindestens 200 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten
  2. Einmal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes
  3. Sprung aus 1 m Höhe oder Startsprung
  4. Kenntnis von Baderregeln
  1. Startsprung und mindestens 400 m Schwimmen in höchstens 25 Minuten, davon 300 m in Bauch- und 100 m in Rückenlage
  2. Zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  3. 10 m Streckentauchen
  4. Sprung aus 3 m Höhe
  5. Kenntnis von Baderegeln und Selbstrettung
  1. 600 m Schwimmen in höchstens 24 Minuten
  2. 50 m Brustschwimmen in höchstens 70 Sekunden
  3. 25 m Kraulschwimmen
  4. 50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit oder 50 m Rückenkraulschwimmen
  5. 15 m Streckentauchen
  6. Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen von drei kleinen Tauchringen aus einer Wassertiefe von etwa zwei Metern innerhalb von 3 Minuten in höchstens 3 Tauchversuchen
  7. Sprung aus 3 m Höhe
  8. 50 m Transportschwimmen: Schieben (oder Ziehen)
  9. Nachweis folgender Kenntnisse:
    • Baderegeln
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und einfache Fremdrettung)

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Deutsches Schwimmabzeichen

zu erbringende Leistungen:

Bronze

(Mindestalter 18 Jahre)
Silber

(Mindestalter 18 Jahre)
Gold

(Mindestalter 18 Jahre)
  1. Sprung vom Beckenrand und
  2. anschließend 200 m Schwimmen in höchstens 7 Minuten
  3. Kenntnis der Baderegeln
  1. Sprung vom Beckenrand und 400 m Schwimmen in höchstens 12 Minuten
  2. zweimal ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  3. 10 m Streckentauchen
  4. 2 Sprünge vom Beckenrand: je ein Sprung kopf- und fußwärts
  5. Kenntnis der Baderegeln und Selbstrettung
  1. 1000 m Schwimmen in höchstens 24 Minuten (Männer) bzw. 29 Minuten (Frauen)
  2. 100 m Schwimmen in höchstens 1:50 Minuten (Männer) bzw. 2:00 Minuten (Frauen)
  3. 100 m Rückenschwimmen, davon 50 m mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  4. 15 m Streckentauchen
  5. Tieftauchen mit Heraufholen von drei kleinen Tauchringen aus einer Tiefe von etwa 2 m innerhalb von 3 Minuten in höchstens 3 Tauchversuchen
  6. Sprung aus 3 m Höhe oder 2 Sprünge aus 1 m Höhe, davon je ein Sprung kopf- und fußwärts
  7. 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  8. Nachweis folgender Kenntnisse:
    • Baderegeln
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbstrettung und einfach Fremdrettung)

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Schnorchelschwimmen

Voraussetzungen: Mindestalter 6 Jahre, DJSA Silber
zu erbringende Leistungen:

  1. 200 m Flossenschwimmen ohne Zeitbegrenzung( davon 100 m Brustlage und 100 m in Rückenlage)
  2. 100 m Schnorchelschwimmen ohne Startsprung mit Grundausrüstung dabei viermaliges Abtauchen und Heraufholen je eines kleinen Tauchringes Wassertiefe nicht tiefer als 2,50 m
  3. Abtauchen auf 1,80 m bis 2,50 m Tiefe, Tauchbrille abnehmen, Tauchbrille wieder aufsetzen und ausblasen, mit freier Tauchbrille wieder auftauchen
  4. 50 m Retten (Abschleppen) mit Flossen im Achselgriff (Partner ohne Flossen)
  5. Kenntnisse über:
    • Atmung, Überatmung und Pendelatmung
    • Wasserdruck und Wassertemperatur
    • Ursache und Erkennen von Verletzungen der Schädelhöhlen
    • Grundausrüstung: Tauchbrille, Flossen und Schnorchel
    • Schnorcheltechnik: Beschaffenheit, Wirkung und Pflege

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Junior Wasserretter

zu erbringende Leistungen:

Stufe 1

(Mindestalter 9 Jahre)
Stufe 2

(Mindestalter 12 Jahre)
Stufe 3

(Mindestalter 15 Jahre)
  1. Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Rettungsmitteln
  2. Bedienung eines Funkgerätes
  3. Knotenkunde (Achtknoten und Kreuzknoten)
  4. Naturschutz
  5. Schnorchelausbildung Stufe 1
  1. Erste-Hilfe-Ausbildung
  2. Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Bronze (ab 12 Jahre)
  3. Handhabung von Rettungsmitteln
  4. Kenntnisse der Regeln des Dienstfunks des DRK
  5. „Richtiges“ Verhalten von Wasserwachtlern während des Wachtdienstes
  6. Knotenkunde (Wiederholung + Webeleinstek und Palstek
  7. Naturschutz
  8. Schnorchelausbildung Stufe 2
  1. Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Silber (15 Jahre)
  2. Sicheres Beherrschen des Umgangs mit Rettungsmitteln
  3. Annehmen und Absetzen von Funksprüchen
  4. Der „Junior-Wasserretter“ der BRK-Wasserwacht: Rechte, Pflichten, Versicherung
  5. Knotenkunde (neu Schotstek)
  6. Schnorchelausbildung Stufe 3
  7. Sanitätsausbildung
  8. Streifenführerausbildung
  9. Ausbildung zum Rudergänger auf Motorrettungsbooten

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Rettungsschwimmen

zu erbringende Leistungen:

Bronze

(Mindestalter 12 Jahre)
Silber

(Mindestalter 15 Jahre)
Gold

(Mindestalter 16 Jahre)
  1. 200 m Schwimmen in höchstens 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  2. 100 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  3. Drei verschiedene Sprünge aus etwa 1 m Höhe (z.B. Abrenner, Paketsprung, Startsprung, Fußsprung, Kopfsprung)
  4. 15 m Streckentauchen
  5. Zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5 kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m)
  6. 50 m Transportschwimmen: Schieben
  7. Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten, Halswürgegriff von hinten
  8. 50 m Schleppen mit Achselgriff und dem Fesselschleppgriff nach Flaig
  9. Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: 20 m Anschwimmen in Bauchlage, hierbei etwa auf halber Strecke Abtauchen auf 2 – 3 m Wassertiefe und Heraufholen eines 5 kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen 20 m Schleppen eines Partners
  10. Demonstration des Anlandbringens
  11. Nachweis der Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie Durchführung der Wiederbelebung
  12. Nachweis folgender Kenntnisse:
    • Gefahren am und im Wasser
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
    • Aufgaben der DRK-Wasserwacht
  1. 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  2. 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  3. Sprung aus 3 m Höhe
  4. 25 m Streckentauchen
  5. Dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb 3 Minuten, mit dreimaligem Heraufholen eines 5 kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
  6. 50 m Transportschwimmen: Schieben in höchstens 1:30 Minuten
  7. Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  8. 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je Halbe der Strecke mit Achselgriff und einem Fesselschleppgriff (Schleppgriff nach Flaig oder Seemannsgriff)
  9. Nachweis der Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie Durchführung der Wiederbelebung
  10. Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: 20 m Anschwimmen in Bauchlage, Abtauchen auf 3 – 5 m Tiefe, Heraufholen eines 5 kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff, 25 m Schleppen, Anlandbringen des Geretteten, 3 Minuten Vorführung der Wiederbelebung
  11. Nachweis folgender Kenntnisse:
    • Gefahren an und im Wasser
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
    • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistung
    • Rettungsgeräte
    • Aufgaben der DRK-Wasserwacht
  12. Nachweis der Teilnahme an einem Erste Hilfe Lehrgang
  1. 300 m Flossenschwimmen in höchstens 6 Minuten, davon 250 m in Bauch- oder Seitenlage und 50 m Schleppen, Partner in Kleidung (Kopf- oder Achselschleppgriff)
  2. 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 9 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  3. 100 m Schwimmen in höchstens 1:40 Minuten
  4. 30 m Streckentauchen, dabei sind von 10 kleinen Tauchringen oder Tellern, die auf einer Strecke von 20 m in einer höchstens 2 m breiten Gasse verteilt sind, mindestens 8 Stück aufzusammeln
  5. Dreimal Tieftauchen in Kleidung innerhalb von 3 Minuten, das erste Mal mit einem Kopfsprung, anschließend je einmal kopf- und fußwärts von der Wasseroberfläche mit gleichzeitigem Heraufholen von jeweils zwei 5 kg- Tauchringen oder gleichartigen Gegenständen, die etwa 3 m voneinander entfernt liegen (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
  6. 50 m Transportschwimmen (beide Partner in Kleidung): Schieben in höchstens 1:30 Minuten
  7. Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten, Halswürgegriff von hinten
  8. Kombinierte Übung (beide Partner in Kleidung), die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • 25 m Schwimmen in höchstens 30 Sekunden
    • Abtauchen auf 3 – 5 m Tiefe, Heraufholen eines 5 kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
    • Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
    • 25 m Schleppen in höchstens 60 Sekunden mit einem Fesselschleppgriff
    • Anlandbringen des Geretteten
    • 3 Minuten Vorführung der Wiederbelebung
  9. Handhabung folgender Rettungsgeräte:
    • Retten mit Rettungsball und Leine
    • 12 m Weitwerfen in einen Zielsektor mit 3 m Öffnung, 6 Würfe innerhalb von 5 Minuten, davon 4 Treffer
    • Retten mit Rettungsgurt und Leine (als Schwimmer und Leinenführer)
  10. Handhabung gebräuchlicher Wiederbelebungsgeräte
  11. Nachweis folgender Kenntnisse:
    • Wiederbelebung
    • Erste-Hilfe-Maßnahmen
    • Die DRK-Wasserwacht Organisation, Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung des Rettungswachdienstes
  12. Nachweis der Teilnahme an einem Erste Hilfe Lehrgang

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